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Matter von Snøhetta x ege Carpets

Wir waren vor kurzem beim Event von ege Carpets mit Snøhetta im IDX München und durften einen ziemlich spannenden Einblick in die Entstehung der neuen Kollektion Matter bekommen – und vor allem zuhören, wie viel mehr hinter einem Teppich stecken kann, wenn man ihn nicht klassisch denkt.

Denn genau das macht Matter anders.

Es geht hier nicht darum, ein Muster zu entwerfen, das nur gut aussieht oder sich gut wiederholt.
Es geht darum, eine Fläche zu entwickeln, die sich wie ein System verhält.
Und das beginnt nicht im Material, sondern im Code.

Von Code zu Teppich

Snøhetta hat Matter aus einem generativen Designprozess heraus entwickelt.
Das bedeutet: Die Gestaltung wurde nicht gezeichnet, sondern berechnet.

Also wirklich von Grund auf digital gedacht – lange bevor generative AI überhaupt ein Thema war. Der Code war zuerst da.
Erst danach kam das Material.

Der Prozess dahinter lässt sich ziemlich gut zusammenfassen:

„From code to pixel, pixel to thread, thread to carpet.“

Was dabei spannend ist:
Die Entscheidungen passieren auf kleinster Ebene – also im Pixel – und beeinflussen am Ende die gesamte Fläche.

Oder anders gesagt:
Viele kleine Entscheidungen machen am Ende den Raum.

Natural Randomness – warum Zufall hier Sinn macht

Der Kern der Kollektion ist das Prinzip der „natural randomness“.

Also die Idee, dass Zufälligkeit nicht chaotisch sein muss, sondern eine eigene Logik hat.

Wenn man sich natürliche Systeme anschaut – Wachstum, Erosion, Mineralien – dann sieht man genau das: keine Wiederholung, aber trotzdem eine klare Struktur.

Genau dieses Prinzip wurde bei Matter übersetzt.

Die Fläche hat keinen klassischen Rapport. Keine sichtbare Wiederholung.
Und trotzdem wirkt sie ruhig.

Das ist wahrscheinlich das Schwierigste – und hier funktioniert es.

Fläche statt Muster

Was bei Matter sofort auffällt: Es funktioniert nicht wie ein klassisches Design.

Aus der Distanz wirkt die Fläche fast einfarbig. Sehr ruhig, fast selbstverständlich.

Erst wenn man näher rangeht, sieht man die Tiefe: kleine Farbverschiebungen, minimale Richtungswechsel, feine Strukturen.

Die Fläche verändert sich ständig – aber so subtil, dass es nie unruhig wird.

Das ist kein Muster, das Aufmerksamkeit will. Sondern eher ein textiles Landscape, das im Hintergrund wirkt.

Die Farbwelt – leise, aber extrem stark

Ein Punkt, der beim Launch wirklich hängen geblieben ist, war die Farbwelt.

Matter arbeitet mit zwei klaren Richtungen:

eine ruhigere Palette aus Beige- und Grautönen
und eine zweite Ebene mit Blau- und Grüntönen

Insgesamt jeweils 18 Farben, die sehr fein aufeinander abgestimmt sind.

Was daran spannend ist:

Die Farben funktionieren nicht isoliert, sondern im Raum.
Je nach Licht, Materialien und Umgebung verändert sich die Wirkung der Fläche.

Auch beim Event durften wir die Unterschiede der Teppiche in Licht genauere betrachten.

Material & Umsetzung mit ege Carpets

Die Idee ist das eine – die Umsetzung das andere.

Und genau da kommt ege Carpets ins Spiel.

Matter wird als flachgewebte Kollektion umgesetzt,
mit einer sehr präzisen, dichten Loop-Struktur.

Das sorgt dafür, dass die Fläche: robust genug für große Projekte ist
und gleichzeitig ruhig und hochwertig wirkt.

Erhältlich als Fliesen, Bahnenware oder Rugs – also flexibel einsetzbar.

Und das ist wichtig: Das Produkt funktioniert nicht nur als Konzept, sondern auch im echten Projekt.

Snøhetta – warum das so gedacht ist

Hinter Matter stecken mehrere Jahre Entwicklung – in der Idee, im Code, in der Farbe und in der technischen Umsetzung. Und genau das merkt man.

Es ist kein Produkt, das schnell entstanden ist, sondern eines, das wirklich durchdacht wurde.

Vor allem die Kombination aus: digitalem Ansatz, textiler Umsetzung und dieser ruhigen, aber nie langweiligen Fläche. macht es zu etwas besonderem.

Danke an das Snøhetta Team und das ege Team, dass wir dabei sein durften.
Es war spannend, einen Teil des Teams kennenzulernen und den Prozess dahinter zu verstehen.

Wir haben auch ein paar Einblicke auf unserem Reel auf Instagram – schaut gerne mal rein -> Hauser Office Design GmbH (@hauseroffice)

Liebe Grüße

Giulia

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