Insight, Event & Co

Zu Gast bei MillerKnoll in London

Wo beginnt eine gute Partnerschaft?

Dort, wo Hersteller und Handel zu Partnern werden.

MillerKnoll hat uns nach London eingeladen. Gemeinsam mit Sara und Sebastian waren wir zwei Tage unterwegs, haben hinter die Kulissen geschaut, neue Produkte kennengelernt und miteinander gesprochen.

Schnell wurde klar, dass es nicht einfach ein Herstellerbesuch wird. Nicht alle kannten sich bereits persönlich. Trotzdem entstanden schnell gute Gespräche, aus denen sich ein offener Austausch entwickelte, der die gesamte Reise begleitete.

Für uns und unsere Projektqualität sind solche Besuche enorm wertvoll. Sie helfen uns auch, Materialien besser zu verstehen, Entwicklungen frühzeitig kennenzulernen und dieses Wissen in unsere Projekte einfließen zu lassen – aber vor allem die Kultur hinter einer Marke und die Menschen die sie prägen direkt zu erleben.

Hinter den Kulissen

Am nächsten Morgen ging es nach Melksham. Dort erhielten wir Einblicke in die Produktion und in die Abläufe hinter den Produkten, die wir täglich einsetzen.

Wir durften PortalMill besichtigen – den rund 15.800 Quadratmeter großen Produktionsstandort von Herman Miller, an dem etwa 200 Mitarbeitende aus Holzverarbeitung, Stuhlmontage, Logistik sowie Forschung und Entwicklung unter einem Dach zusammenarbeiten.

Ein Schwerpunkt lag auf der europäischen Fertigung. Einige Produkte, die in Deutschland stark nachgefragt werden, entstehen inzwischen auch hier. Kürzere Lieferwege schaffen mehr Planungssicherheit und erhöhen die Flexibilität im Projektgeschäft.

Mindestens ebenso wertvoll war der persönliche Austausch mit den Menschen vor Ort. Kolleginnen und Kollegen, mit denen wir sonst telefonieren oder E Mails schreiben, persönlich kennenzulernen, schafft ein völlig anderes Verständnis füreinander und erleichtert die Zusammenarbeit.

Während des Rundgangs zeigte sich außerdem, welchen Stellenwert Themen wie Materialeinsatz, Langlebigkeit und Wartungsfähigkeit innerhalb der MillerKnoll Gruppe einnehmen. Viele dieser Gedanken begegneten uns später bei den einzelnen Marken erneut.

London dazwischen

Zwischen Produktion und Showroom blieb Zeit für London. Gemeinsam ging es mit dem Zug zurück in die Stadt, anschließend auf The Shard mit Blick über die Skyline, später in den Pub aus Bridget Jones und zum Abendessen ins Salt Yard Borough.

Gerade diese Stunden abseits des Programms machten Raum für Gespräche und aus einer Herstellerreise einen persönlichen Austausch.

Der MillerKnoll Showroom

Maharam

Den Auftakt machte Maharam. Im Mittelpunkt standen weniger einzelne Stoffkollektionen als ihre Entstehung. Kooperationen mit Gestaltern wie Paul Smith oder Sarah Morris sowie die enge Verbindung zur Designgeschichte von Herman Miller und Charles & Ray Eames zeigen, wie eng Materialentwicklung, Kunst und Interior Design zusammenhängen.

Ein Beispiel dafür ist der Stoff Luce aus recycelter Wolle. Er verbindet eine natürliche Haptik mit ressourcenschonendem Materialeinsatz und kommt inzwischen bei verschiedenen Produkten und Marken der MillerKnoll Gruppe zum Einsatz.

Herman Miller

Viele Produkte begleiten uns seit Jahren. Umso interessanter war es, sie erneut aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.

Die neuen Aeron Farben Jasper und Nightfall verleihen dem Designklassiker eine neue Wirkung, ohne seinen Charakter zu verändern.

Unter UV Licht werden die unterschiedlichen Belastungszonen des Aeron Gewebes sichtbar. Dadurch wird nachvollziehbar, wie gezielt die ergonomischen Eigenschaften in das Material eingearbeitet wurden.

Überzeugt hat uns außerdem der OE1 Storage Trolley, der mobilen Stauraum flexibel an unterschiedliche Arbeitsweisen anpasst.

Knoll

Bei Knoll begegneten uns zunächst die bekannten Klassiker der Marke – darunter der Barcelona Chair und weitere Entwürfe, die die Designgeschichte von Knoll bis heute prägen.

Anschließend standen die Konferenzbereiche im Mittelpunkt. Reduzierte Gestaltung, sorgfältig ausgewählte Materialien und eine ruhige Formensprache prägen die Räume.

Danach ging es zu den Arbeitsplatzlösungen. Reff Profiles blieb uns in Erinnerung, weil Stauraum nahezu unsichtbar integriert wurde und jedes Detail konsequent durchdacht wirkt. Mit Dividends Skyline lernten wir außerdem ein Arbeitsplatzsystem kennen, das Offenheit, Rückzug und Flexibilität miteinander verbindet.

Auch der Morrison Hannah Chair fiel auf. Der Entwurf von Andrew Morrison und Bruce Hannah aus den 1970er-Jahren wurde für heutige Arbeitswelten neu interpretiert. Seine weichen Polster verleihen ihm eine angenehme Ausstrahlung, gleichzeitig bleibt er ein leichter Arbeitsstuhl für Besprechungsbereiche, Coworking-Zonen und flexible Arbeitsplätze.

Zu den Neuheiten gehörten außerdem der Biboni Kollektion sowie die Muecke Wood Kollektion.

Muuto

Anschließend ging es zu Muuto. Der Name leitet sich vom finnischen Wort muutos ab und bedeutet Veränderung. Dieser Gedanke prägt die Marke bis heute. Skandinavisches Design wird nicht neu erfunden, sondern behutsam weiterentwickelt. Klare Linien, ehrliche Materialien und eine Gestaltung, die nicht kurzfristigen Trends folgt, ziehen sich durch die gesamte Kollektion.

Im Showroom wurde dieser Ansatz deutlich. Neuheiten und Klassiker ergänzten sich selbstverständlich. Viele Produkte sind darauf ausgelegt, über viele Jahre zu funktionieren und sich in unterschiedlichste Arbeitswelten einzufügen.

Einige Neuheiten der 3 Days of Design in Kopenhagen konnten wir hier noch einmal in Ruhe erleben. Mehr dazu findet ihr in unserem separaten Blogbeitrag über unseren Besuch bei Muuto in Kopenhagen. Zum Blog.

NaughtOne

Den Abschluss bildete NaughtOne.

Die Marke entwickelt Möbel, die sich an unterschiedliche Arbeitsumgebungen anpassen und über viele Jahre genutzt werden können.

Der Lotti Chair von Keiji Takeuchi lässt sich vollständig zerlegen und warten. Beim Pippin Chair ersetzt ein biobasierter Schaum den klassischen Polyurethanschaum. & Pullman überzeugt mit seiner Wandelbarkeit als modulares Seatingsystem – egal ob als akustischer Arbeitsplatz oder als Sitzgelegenheit in der Kantine oder Eingangsbereich.

Auch die weiteren Produkte folgen diesem Gedanken. Sie sind so entwickelt, dass sie flexibel eingesetzt, repariert und langfristig genutzt werden können.

Danke für zwei inspirierende Tage

Die zwei Tage in London haben gezeigt, dass hinter guten Produkten weit mehr steckt als Gestaltung. Entwicklung, Fertigung und Materialkompetenz sind ebenso wichtig wie der persönliche Austausch zwischen Hersteller und Handel.

Von diesen Einblicken profitieren am Ende unsere Kunden. Sie helfen uns, Materialien besser einzuordnen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und Projekte fundiert zu begleiten.

Vielen Dank an Sarah, Sebastian und das gesamte MillerKnoll Team für die Einladung, die offenen Gespräche und die gemeinsame Zeit.

Wir freuen uns auf das Wiedersehen und auf viele weitere gemeinsame Projekte.

Weitere Eindrücke & alle Produkte im Detail findet Ihr auf unserem Instagram.

Liebe Grüße,

Giulia

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